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23.11.2023

Ein Licht für die Zukunft

Gründung des Katholischen Kindergartenverbundes „Kinder in der Mitte“ in Schwäbisch Gmünd

In einem Gottesdienst voller Freude hat der Katholische Kindergartenverbund im Herzen der Stauferregion „Kinder in der Mitte“ am Donnerstagnachmittag seine Gründung gefeiert. Mitten hinein in eine Zeit, in der die Kirche ihre Bedeutung für die Gesellschaft zu verlieren scheint, setzt der große Verbund ein starkes Zeichen: Die Werte der Katholischen Kirche haben – auch in den Kindertagesstätten vor Ort – eine Zukunft.

Schwäbisch Gmünd. „Wir haben den richtigen Schritt gemacht, dass Kirche auch in der Zukunft eine Rolle spielen kann“, sagte Klaus Knödler, Leiter des Katholischen Verwaltungszentrums (KVZ)Schwäbisch Gmünd am Ende des Gottesdienstes bei den Grußworten. Das Verwaltungszentrum, angesiedelt im altehrwürdigen Franziskaner, hat gemeinsam mit Heike Baumann und Markus Vogt vom Bischöflichen Ordinariat in Rottenburg, die Herkulesaufgabe im Vorfeld gemeistert. Von allen Rednern, darunter Waldstettens Bürgermeister Michael Rembold, bekam das KVZ viel Lob. In aller Bescheidenheit drückte es Klaus Knödler so aus: „Wir danken ihnen für den Vertrauensvorschuss“. Mit der Gründung des Kindergartenverbundes „Kinder in der Mitte“ rückt die KiTa-Landschaft in und um Schwäbisch Gmünd zusammen. 23 KiTas, 78 Gruppen und über 400 Mitarbeitende haben sich für diesen Weg der Zukunft entschieden. Innerhalb der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist dies erst der dritte Kindergartenverbund und hat damit Pilotcharakter auch für andere Regionen der Diözese. Durch den Verbund, der offiziell am 1. Januar 2024 an den Start geht, können in Zukunft sowohl Pfarrer als auch Ehrenamtliche in den Gemeinden von Verwaltungsaufgaben entlastet werden. Insgesamt wird sich der Verwaltungsaufwand durch die Nutzung von Synergieeffekten reduzieren, zudem kann der hohe Personalbestand dann dafür sorgen, dass Mitarbeitende die Chance bekommen, die gewünschten Anstellungsverhältnisse zu erreichen. Insgesamt erhofft man sich eine Bündelung der Ressourcen und Kompetenzen der einzelnen Träger und Einrichtungen und damit eine effizientere Arbeit. Dadurch wird es auch leichter, innovative Konzepte zu entwickeln und umzusetzen.

Der Gottesdienst im Heilig-Kreuz-Münster, bei dem alle leitenden Pfarrer der teilnehmenden Seelsorgeeinheiten dabei waren, wurde von Dekan Robert Kloker und Domkapitular Holger Winterholer geleitet. Mit dem glanzvollen Orgelspiel von Kirchenmusikdirektor Stephan Beck bekam der Gottesdienst einen festlichen, erhebenden Charakter. Schön war das Lächeln der Kinder zu sehen bei einem Tanz mit Tüchern vor dem Altar des Münsters.

Domkapitular Winterholer ging in seiner Predigt auf das ausgewählte Evangelium ein: „Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen“. Kinder hätten dieses Vertrauen in die Zukunft, dass Erwachsenen so manches Mal abhandengekommen sei. „Haben sie Vertrauen und Mut“,  bekräftigte Winterholer die Gründung des Verbundes an die Mitarbeitenden gerichtet. Nicht alle Fragen und Ängste ließen sich im Vorfeld lösen. Das Wichtigste sei insgesamt, dass „Kinder in ein gutes Leben wachsen können.“

Ein starkes Zeichen wurde gegen Ende des Gottesdienstes gesetzt: Die stellvertretende Leiterin des Verwaltungszentrums, Andrea Müller, sowie die Kindergartenbeauftragten Anna Schöberl und Nicole Kälin, hatten Kerzen mit dem Logo des Kindergartenverbundes vorbereitet und überreichten diese an die Leiterinnen der 23 Einrichtungen. Ein Licht für die Zukunft der Kindertagesstätten und somit eines für die Zukunft.

24.11.2023/Dekanat Ostalb/Schwenk

Fotos (Schwenk):

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